Birgit Weilguny

SPANISCH | KATALANISCH | ENGLISCH

Ich widme mich der lateinamerikanischen und spanischen Erzählliteratur und übersetze Romane, aber auch Sachbücher. Seit 2005 bestreite ich zudem Lesungen für das Festival lateinamerikanischer Poesie in Wien.

Ich besuchte Schreibworkshops am Burgtheater und Übersetzerwerkstätten, fertigte Lektorate und Filmuntertitel an. Meine Prosaübersetzungen wurden gefördert und ausgezeichnet. Von 2012 bis 2014 leitete ich an der Universität Wien Kurse in Übersetzen, von 2016 bis Mitte 2018 arbeitete ich auch für das Mexikanische Kulturinstitut in Wien.

Kontakt

birgit.weilguny[at]literatur-uebersetzen.wien
+43 650 7827167 | Hettenkofergasse 34/18-20 | 1160 Wien

 

Esteve Soler | Gegen die Freiheit | Theaterstück
aus dem Katalanischen

In sieben surrealen Szenen setzt sich der Autor mit dem Alltag im Europa von heute auseinander und beleuchtet dabei den Begriff von „Freiheit“ aus unterschiedlichen Perspektiven.

Deutsche Erstaufführung unter der Regie von Hans Escher als Koproduktion der WIENER WORTSTAETTEN mit dem WERK X im Rahmen des EU-Projekts „Fabulamundi Playwriting Europe – Beyond Borders?“.

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Esteve Soler | Gegen die Freiheit | Theaterstück
aus dem Katalanischen

Eine Mutter, die von ihrem Kind durch einen Grenzzaun getrennt, jedoch durch eine Nabelschnur noch immer verbunden ist, bildet den Startpunkt dieser szenischen Geisterfahrt, die am Ende in einem Apartment endet, von dessen Decke eine männliche Leiche hängt, die sich mit der neuen Mieterin unterhält.

Starke szenische Setzungen und pointierte Dialoge, die in alltäglicher Sprache von menschlichen Abgründen erzählen, kennzeichnen das Stück. Alle Szenen von „Gegen die Freiheit“ erzählen für sich stehende Geschichten, die eine abgründige dramatische Collage ergeben.

Der Autor, Esteve Soler, ist einer der erfolgreichsten zeitgenössischen katalanischen Autoren für Film und Theater. Seine Stücke wurden in 17 Sprachen übersetzt und sowohl in Europa als auch in Nord- und Südamerika aufgeführt.

Deutsche Erstaufführung unter der Regie von Hans Escher als Koproduktion der WIENER WORTSTAETTEN mit dem WERK X im Rahmen des EU-Projekts „Fabulamundi Playwriting Europe – Beyond Borders?“.

Mit: Elisabeth Findeis, Saskia Klar, Burak Uzuncimen, Daniel Wagner, Heinz Weixelbraun

Regie: Hans Escher / Ausstattung: Renato Uz
Dramaturgie: Bernhard Studlar / Musik: Alex Petkov
Regieassistenz: Ines Miro / Produktion: Martina Knoll

Gegen die Freiheit / Contra la llibertat von Esteve Soler
27./29./30.11.2018, 1.12.2018 sowie 9./10./11.1.2019, jeweils 19.30 Uhr
Am 29.11. findet im Anschluss an die Vorstellung ein Publikumsgespräch in Anwesenheit des Autors statt.
Spielort: WERK X (Werk 2), Oswaldgasse 35 A, 1120 Wien

Pressestimmen:
„Die Schauspieler Elisabeth Findeis, Saskia Klar, Burak Uzuncimen, Daniel Wagner und Heinz Weixelbraun beweisen sehr viel Gespür für diesen Aberwitz.
Esteve Solers groteske Geisterbahnfahrt durch die menschlichen Abgründe ist in Hans Eschers Inszenierung ein unterhaltsamer, überwältigender, erschütternder Abend.“

Michaela Mottinger, Mottingers Meinung

„Vor allem aber schafft der Abend das, was wohl auch eines der Anliegen des Projektes „Fabulamundi Playwriting Europe“ ist: Man schaut buchstäblich über die Grenzen hinaus. Und sieht, dass die Fragen, die letzten Endes doch alle beschäftigen, auf ganz unterschiedliche Weise gestellt werden können. Was im Idealfall dann auch die Chancen erhöht, Antworten zu finden.“
Andrea Heinz, Nachtkritik

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Carlos Gamerro | Die 92 Büsten der Eva Perón | Roman
aus dem argentinischen Spanisch | Septime-Verlag | 2018

In diesem satirischen Bildungsroman schickt Carlos Gamerro seinen Helden auf ein Abenteuer durch das Argentinien der 1970er Jahre, in dem täglich der nächste Militärputsch oder die nächste Guerilla-Aktion drohte. Linksperonistische Rebellen haben den Generaldirektor eines Bauunternehmens entführt und wollen ihn erst wieder freilassen, wenn in jedem Raum der Firmenzentrale eine Büste von Eva Perón aufgestellt wird. Für Ernesto Marroné, den karrierebesessenen Einkaufsleiter der Firma, scheint die lang ersehnte Beförderung in Reichweite. Doch die Beschaffung der Ware gestaltet sich schwieriger als gedacht ...

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Carlos Gamerro | Die 92 Büsten der Eva Perón | Roman
aus dem argentinischen Spanisch | Septime-Verlag | 2018


Manche mögen vielleicht meinen, der bewaffnete Aktivismus sei kein geeignetes Thema für eine Slapstick-Komödie, andere wiederum, man dürfe Eva Perón nicht satirisch aufs Korn nehmen. Der Roman Die 92 Büsten der Eva Perón tut aber genau das, und auf literarisch höchst überzeugende Weise.
La Nación

Wie auch Borges und Julio Cortázar testet Gamerro gerne, wie gutgläubig seine Leser sind. Geschickt nutzt er historische What-the-fuck-Moment, um die Leser immer wieder kurz aus dem fiktionalen Geschehen herauszukatapultieren.
The Guardian

Carlos Gamerros Bücher sind ein Juwel der argentinischen Literatur.
Diego Rojas, Axxón
 

Lesen Sie hier den ganzen Klapptentext:

Argentinien in den 1970er-Jahren: Linksperonistische Rebellen haben den Generaldirektor eines Bauunternehmens entführt - ein nicht unübliches Ereignis zu dieser Zeit. Doch diesmal stellen die Rebellen neben Lösegeld eine kuriose Forderung: Sie wollen den Entführten erst wieder freilassen, wenn in jedem Raum der Firmenzentrale eine Büste von Eva Perón aufgestellt wird. »Evita«, die 1952 verstorbene Präsidentengattin und »Wohltäterin der Nation«, ist immer noch das Idol der kämpferischen Arbeiterklasse.

Als Ernesto Marroné, der karrierebesessene Einkaufsleiter der Firma, beauftragt wird, die 92 Büsten zu besorgen, sieht dieser eine große Chance darin: Die lang ersehnte Beförderung scheint in Reichweite. Doch die Beschaffung der Ware gestaltet sich schwieriger als gedacht und Marroné stolpert von einer bizarren Situation in die nächste.

In diesem satirischen Bildungsroman schickt Carlos Gamerro seinen Helden Ernesto Marroné auf ein Abenteuer durch das Argentinien der 1970er Jahre, ein Land in gesellschaftlichem Aufruhr, in dem täglich der nächste Militärputsch oder die nächste Guerilla-Aktion drohte. Marroné gerät dabei zwischen alle Fronten und beginnt bald, sein bisheriges Leben zu hinterfragen. Ein Text, der bei allem Humor auch eine ernste Botschaft bereithält: Die Vergangenheit zu verklären und politischen "Heilsbringern" zu huldigen, kann nur in die Irre führen.
 

Meine Übersetzung wurde durch ein Johann-Joachim-Christoph-Bode-Stipendium des Deutschen Übersetzerfonds ausgezeichnet, in dessen Rahmen das Projekt von Luis Ruby begleitet wurde.

Andrea Stefanoni | Die erinnerte Insel | Roman
aus dem argentinischen Spanisch | Septime-Verlag | 2016

In ihrem Debütroman erzählt Andrea Stefanoni von den Erlebnissen ihrer Großeltern im Spanischen Bürgerkrieg und deren späterem Schicksal im argentinischen Exil.

Dabei trifft sie das richtige Maß an erzählerischer Genauigkeit und ihre originelle Sprache atmet einen unsentimentalen und zugleich warmen Ton.

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Andrea Stefanoni | Die erinnerte Insel | Roman
aus dem argentinischen Spanisch | Septime-Verlag | 2016

Consuelo wächst während des Spanischen Bürgerkriegs unter ärmlichen Bedingungen in den Bergen Nordspaniens auf. Schon als junges Mädchen muss sie in der Kohlengrube arbeiten und lernt in den Minen Rogelio kennen, der Schreckliches erlebt hat: Im Bürgerkrieg stand er auf der Seite der Republikaner, wurde von Francos Schergen gejagt, inhaftiert und gefoltert. Gemeinsam geben sie ihrem Leben eine neue Richtung und ihre Tochter Elvira wird geboren. Doch als Rogelio von seinem Bruder verraten wird, müssen sie aus Furcht vor Rache aus Spanien fliehen. Sie finden eine neue Heimat in Argentinien und ziehen nun dort ihre beiden Kinder groß. Das scheinbare Idyll wird jedoch gestört, als Elvira etwas Furchtbares zustößt, das von der Familie totgeschwiegen wird, und die Tochter nun ihre Eltern verlässt.

Als Rogelio stirbt, möchte seine Enkelin Sofía, Elviras Tochter, alles über ihre Großeltern erfahren und Consuelo lässt die Vergangenheit wieder aufleben.

Andrea Stefanoni sucht einen frischen Blickwinkel bei der Behandlung eines zentralen Themas der zeitgenössischen Literatur, der Erfahrung von Krieg und Vertreibung, und wird dabei fündig. Basierend auf den authentischen Erzählungen ihrer Großeltern hat sie ein sehr persönliches Porträt geschaffen. Dabei trifft sie das richtige Maß an erzählerischer Genauigkeit und ihre originelle Sprache atmet einen unsentimentalen und zugleich warmen Ton.

zur Leseprobe des Septime-Verlags (PDF)

© Illustration: José Antonio Dávila

¡En español, por favor! - Literarische Stimmen aus Lateinamerika, Spanien und Österreich | von 2008 bis heute

Prosa- und Lyrikübersetzungen für Lesungen, die im Wechsel mit dem Festival Lateinamerikanischer Poesie veranstaltet werden.

Übersetzte Autorinnen:

Andrés Neuman, Eduardo Labarca, Eduardo Liendo, María Victoria Atencia, Víctor Rojas, Joaquín Marta Sosa, Carla Suárez

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© Illustration: José Antonio Dávila

Festival lateinamerikanischer Poesie in Wien
von 2005 bis heute

Lyrikübersetzungen für Lesungen des Lateinamerikanisch-Österreichischen Literaturforums. Dichterinnen und Dichter aus Lateinamerika und Spanien lesen in Wien gemeinsam mit österreichischen Stimmen an verschiedenen Locations wie dem Literaturhaus, dem Cervantes-Institut, Der Hauptbücherei, dem Centro Once oder unter freiem Himmel.

Übersetzte AutorInnen:

David Huerta, Yolanda Pantin, Jorge Cadavid, Gustavo Adolfo Garcés, Miguel Casado, Olvido García Valdés, Rodolfo Alonso, Eduardo Mitre, Daniel Múxica, Carolina Lorca

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